| Das DEMON®-Verfahren stellt die maximal mögliche Abkürzung der klassischen Nitrifikation / Denitrifikation dar. Nur noch die Hälfte des Ammoniums wird mittels Luftsauerstoff zum Nitrit oxidiert und die andere Hälfte wird dann mit Hilfe des gebildeten Nitrit zu elementarem Stickstoff umgewandelt. Nur noch 40% der Energie werden benötigt. Der Prozess ist autotroph und benötigt keinerlei Kohlenstoff (Methanol). | |
| Die enormen Auswirkungen auf den Verbrauch an Betriebsmitteln zeigt der Stickstoffzyklus. Die Denitrifikation und Nitratation finden nicht statt, die Nitritation nur zur Hälfte. Die gesamte Stickstoffelimination wird lediglich unter Einsatz einer sehr geringen Menge an Sauerstoff vollzogen. | |
| Der deammonifizierende Schlamm wächst sehr langsam und ist empfindlich für toxische Einflüsse. Besonders kritisch ist die Startphase, bis sich stabile Verhältnisse eingestellt haben. Bei der ARA Strass hat es 2,5 Jahre gedauert, bis ausgehend vom 10 l-Behälter die grosstechnische Anlage ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht hat. Bei neuen Anlagen stellen wir daher eine grosse Menge des spezialisierten Schlammes bereit, um eine rasches Einfahren zu ermöglichen. | |
| Mit Hilfe einer ausgefeilten Steuerung wird ein robuster Betrieb ermöglicht. Dabei wird der Prozess auf einem niedrigen Sauerstoffniveau und innerhalb eines engen pH-Intervalls vollzogen. Die Messtechnik ist einfach und dem Kläranlagenpersonal vertraut. Die Regelung ist patentiert. | |
| Neben den erheblichen Einsparungen beim Energieverbrauch und dem völligen Verzicht auf Kohlenstoff weist das Verfahren einen weiteren äusserst wichtigen Vorteil auf. Während andere biologische Verfahren grosse Mengen Kohlendioxid produzieren (>4,7 t CO2/t N), wird beim DEMON-Verfahren Kohlendioxid fixiert (0,4 t CO2/t N). |