| Beim EssDe®-Verfahren wird der grösste Teil des Kohlenstoffs durch Adsorption fixiert und unmittelbar in die Faulung gegeben. Die ohnehin erforderliche Phosphatelimination wird bereits in dieser ersten Stufe vollzogen. Die Kohlenstoffentnahme wird damit durch Entnahme des kolloidalen CSB maximiert, die endogene Atmung wird minimiert. 60 – 90 % der organischen Stoffe können mit sehr geringem Energieaufwand unmittelbar in Faulgas und anschliessend in elektrische Energie umgewandelt werden. | |
| Die Organik, die der Faulung zugeführt wird, ist anaerob leicht abbaubar. Im Gegensatz zu konventionellen Anlagen, in denen zunächst aerobe Biomasse gebildet wird, die dann in der Faulung bzw. im Schritt der Hydrolyse abbaubegrenzend wird, wird hier unmittelbar das Substrat zu Faulgas umgewandelt. Bekanntlich ist ja auch die Faulung von Primärschlamm sehr viel einfacher als die von Belebtschlamm. | |
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Es wird nicht nur (Belüftungs-)Energie gespart, indem der Aufbau von Belebtschlamm und endogene Atmung vermieden wird, es wird gleichzeitig sehr viel mehr Faulgas und damit Energie gewonnen. Dank der geänderten Schlammcharakteristik ist auch die Entwässerbarkeit des Schlammes deutlich besser. Das beschriebene Konzept ist als AB-Verfahren seit vielen Jahren bekannt und vielfach grosstechnisch realisiert worden. |
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| Der entscheidende Nachteil des Verfahrens bestand darin, dass in der schwachbelasteten B-Stufe nicht mehr ausreichend Kohlenstoff für die Denitrifkation zur Verfügung stand. Mit dem DEMON®-Verfahren ist jetzt das Werkzeug verfügbar, mit dem das Maximum an Energie gespart bzw. gewonnen werden kann und gleichzeitig eine weitestgehend Stickstoffelimination gelingt. | |
| Mit der grossen Menge an Organik aus der A-Stufe gelangt auch sehr viel Stickstoff in die Faulung. Im Schlammwasser wird dieser Stickstoff dann sichtbar. Mit DEMON® im Nebenstrom können bereits mehr als 50% des Stickstoffs äusserst effizient eliminiert werden. DEMON® im Hauptstrom sorgt dann für die Rest-Stickstoffelimination. Dazu wird der Hauptstrom mit Schlamm aus dem Nebenstrom (Planctomyceten) angereichert. |